L.A. NOIRE – Die Neuauflage des Adventures im Review

L.A. Noire Remake Review
© Rockstar Games
Das Action-Adventure L.A. Noire von Rockstar Games bekam eine Neuauflage spendiert, doch ist das Spiel immer noch so gut wie im Jahre 2011?

L.A. Noire sorgte bereits 2011 für Schlagzeilen und offene Münder in der Games-Branche. Das Spiel erschien damals noch für die PlayStation 3, die Xbox 360 und den PC. Nun, ca. 6 Jahre nach der Erstveröffentlichung, wagte sich der Entwickler Rockstar Games an eine Neuauflage des Action-Adventures und hinterlässt, zumindest bei uns, erneut einen bleibenden Eindruck! Die Remastered-Fassung ist ab sofort für PlayStation 4, Xbox One und die Nintendo Switch verfügbar.

Damals war L.A. Noire eine kleine Revolution, da Rockstar Games erstmals mit einer Motion-Capture-Technologie gearbeitet hatte, um die Gesichtszüge echter Schauspieler aufzunehmen und in das Spiel zu integrieren. Inzwischen ist Motion-Capturing eine häufig verwendete Methode geworden, besonders L.A. Noire profitierte jedoch von dieser Technik, da es im Spiel enorm wichtig war, bei Verhören den Gesichtsausdruck seines Gegenübers zu lesen und zu deuten.

L.A. Noire Remake Review
© Rockstar Games

Tolle Optik in 4K & HDR

Trotz der langen Zeit, die inzwischen vergangen ist, schafft Rockstar Games es, aus L.A. Noire mit der neuen Auflösung noch einmal richtig etwas heraus zu holen. Texturen und Wettereffekte sind nur einige Punkte, in denen man einen großen Unterschied zum L.A. Noire 2011 sieht. Auch mit der Beleuchtung konnte man das Spiel optisch weiter aufwerten. Bei Autofahrten sollte euch außerdem auffallen, dass sich nun Schmutz an diesem ansammelt, wenn ihr beispielsweise durch Schlamm hindurch fahrt. Dies mögen für viele nur Kleinigkeiten sein, diese sorgen jedoch dafür, dass das Spiel um einiges Detailreicher wird.

Nach weiteren Details sucht man im Spiel jedoch leider vergeblich, denn im Großen und Ganzen hat sich in der Welt nicht besonders viel verändert. Des Weiteren sollten besonders PS4-Spieler ihre Mitteilungen deaktivieren, wenn sie sich ins Spiel begeben, da sonst alle paar Sekunden eine Meldung mit einer Warnung auftritt, dass man das Spiel zur Zeit nicht aufzeichnen kann.

Wenn wir jedoch schon bei der Optik sind, bleiben wir noch für eine kurze Anmerkung – es gibt neue Kameraperspektiven. Mit einer dieser Perspektiven ist es dem Spieler möglich, dem Protagonisten direkt über die Schulter zu blicken, wodurch das Spiel um einiges atmosphärischer wird. Neben dem Fotomodus, der genau das tut, was der Name bereits verrät, gibt es auch noch eine Panorama-Ansicht, die besonders beim Untersuchen von Tatorten hilfreich sein kann, da man durch diese einen größeren Blickwinkel auf das Geschehen erhält.

L.A. Noire Remake Review
© Rockstar Games

Entscheidungen überarbeitet

Die Entscheidungsmöglichkeiten des Originals sorgten allseits für Verwirrung, weshalb man diese im Remake noch einmal entscheidend umänderte. Statt den Auswahlmöglichkeiten „Wahrheit“, „Anzweifeln“ und „Lüge“ heißen diese nun „Guter Cop“, „Böser Cop“ und „Beschuldigen“, was bei den Gesprächen für klarere Verhältnisse sorgt.

L.A. Noire Remake Review
© Rockstar Games

Steuerung noch immer krampfig

Ein Kritikpunkt der Originalfassung war die nicht unbedingt vorteilhafte Steuerung. Besonders bei Verfolgungsjagden und den viel zu seltenen Action-Sequenzen war diese dem Spieler eher ein Hindernis. Leider hat man sich diese Kritik offensichtlich nicht zu Herzen genommen oder diese schlicht und ergreifend nicht umgesetzt, denn die Steuerung ist nach wie vor ein großes und aus unserer Sicht auch das größte Manko.

Für PlayStation 4 und Nintendo Switch ließ man sich noch eine kleine Spielerei einfallen, denn hier ist es dem Spieler möglich mit dem integrierten Touchpad gefundene Magazine umzublättern.

L.A. Noire Remake Review
© Rockstar Games

Fazit

Zu L.A. Noire gibt es letztendlich nicht viel zu sagen. Die überarbeiteten Punkte sind super umgesetzt und man schafft es das Spiel, erneut toll in Szene zu setzen. Leider ist Optik nun einmal nicht alles, weshalb die immer noch schlechte Steuerung definitiv enttäuscht. Trotzdem ist L.A. Noire eines der besten Detektiv-Spiele aller Zeiten und durchaus spielenswert. Wer L.A. Noire noch nicht gespielt hat, jedoch auf Abenteuer und Rätsel steht, sollte sich diesen Titel auf jeden Fall einmal anschauen und auch für Fans des Originals könnte das Remasters interessant sein.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.